Der Rassismus des Volker Beck (B'90/Die Grünen) / Äußerungen zu Schächten etc.

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Volker Becks Äußerung:

„Der Innenexperte der grünen Bundestagsfraktion, Volker Beck, meint, dass die Integration vieler Flüchtlinge auch davon abhänge, ob man in Deutschland bereit sei, die religiösen Bedürfnisse der Flüchtlinge zu akzeptieren. ‚Notwendig ist auch der Respekt der Mehrheitsgesellschaft gegenüber den religiösen Vorstellungen und Vorschriften von Minderheitsreligionen’, sagt er in der Sendung ‚Unter den Linden’ im Fernsehsender phoenix mit Blick auf religiöse Kopfbedeckungen, das religiös begründete Schächten von Tieren und die Beschneidung. Allerdings müssten die Menschen, die hier um Asyl bitten, zugleich die Gleichberechtigung von Mann und Frau sowie die friedliche Auseinandersetzung bei unterschiedlicher Meinung akzeptieren.“ (Die Welt, 15.12.2015)

Sabine Becker:

Der Fall Volker Beck 

An die GRÜNEN

Hiermit protestiere ich aufs Schärfste gegen Becks Forderung nach Akzeptanz für das Schächten von Tieren.

Es ist sehr lange her, dass ich die GRÜNEN gewählt habe, und ich schäme mich heute dafür. Die GRÜNEN hatten einmal den Anspruch, ihrem Namen gerecht zu werden und setzten sich auch und besonders für Umwelt- und Tierschutz ein. Was ist davon übrig geblieben? 

Dass ausgerechnet ein GRÜNER der erste ist, der explizit Toleranz für Tierquälerei höchsten Ausmaßes fordert, Toleranz für Brutalität, Toleranz für die schmerzhafteste, sadistischste Art, ein wie wir fühlendes Tier zu töten, hat eine historische Dimension und bedeutet die Bankrotterklärung Ihrer einstigen Ziele und Ihrer Ethik.    Niemand in Ihrer Partei hat über einen Parteiausschluss von Beck auch nur nachgedacht, und der durchsichtig halbherzige Versuch, Schaden in der noch vermeintlichen Wählerschaft zu begrenzen, macht den Skandal umso größer. Die GRÜNEN verraten nun die Tiere auf perfideste Weise wie alle Politiker, die sich mit zunehmender Macht und wachsendem Einfluss vollständig korrumpieren lassen. Auf Ihren Internetseiten sucht man einen nennenswerten Einsatz für die Rechte der Tiere vergebens. Kleine Augenwischereien täuschen darüber nicht hinweg.  

Ist es Becks Unwissenheit? Kennt Beck unsere Tierschutzgesetze nicht? Weiß er nicht, dass es im Grundgesetz verankert ist (wenngleich durch das absichtlich nicht genehmigte  Verbandsklagerecht praktisch wirkungslos)?

Weiß Beck überhaupt, wovon er spricht, was genau Schächten ist? Ist es möglich, diesen offensichtlich unempathischen Ignoranten aufzuklären über diese grausame Methode und deren absurde Sinnlosigkeit? Wo bleibt die Forderung der GRÜNEN nach Ächtung und Beendigung des Schächtens, nach strikter Umsetzung geltender Tierschutzgesetze? Fehlanzeige! 

Weiß Beck am Ende gar nicht, dass auch die sog. religiöse Freiheit gesetzlich begrenzt ist durch geltendes allgemeines Recht? Religionen können sich eben nicht ungehindert ausleben und ihre grausamen Absurditäten ausweiten, wie es ihnen beliebt, sondern sie haben sich unserem geltenden Gesetz unterzuordnen, Punkt. Das betrifft nicht nur die Gleichheit von Mann und Frau, sondern auch die Rechte der Tiere, ob Ihnen das im Einzelnen persönlich wichtig ist oder nicht. Politik ist nicht nur ein Selbstbedienungsladen, in dem man ausschließlich seine eigene persönliche ideologische Suppe kocht.

Gibt Beck in nicht nachvollziehbarer Selbstüberschätzung oder gar bodenloser Dummheit lediglich seine ganz persönliche Meinung zum Besten? Oder ist gar ein auf unterschwelliger Angst basierender Versuch eines Deals herauszulesen nach dem Motto: Wir opfern unseren Tierschutz, weil Tiere ohnehin nichts wert sind und uns das nicht weh tut - hier, Ihr könnt sie gerne foltern, aber lasst uns dafür bitte wenigstens die Gleichheit von Mann und Frau und verfolgt die Homosexuellen und Transgendermenschen etc. nicht? Dass das freie Ausleben von Homosexualität nicht zu den Forderungen der islamischen Religion gehört, sollte bekannt sein. Seine Forderung nach Toleranz religiöser Brutalität könnte unversehens doch auch auf ihn zurückfallen; diese Rechnung wird so nicht aufgehen. 

Wie immer es sich verhält: Beck ist untragbar. Entweder kennt er unsere Gesetze nicht, dann muss er zurücktreten. Oder er missachtet sie, dann muss er ebenfalls zurücktreten. 

Und nun direkt an die Adresse von Beck:

SIE sind der widerlichste RASSIST Deutschlands. Sie erklären in Ihrer widerwärtigen Selbstgerechtigkeit einfach ein paar RASSEN unserer Mitlebewesen auf diesem Planeten, den wir teilen, zu Lebewesen minderer Art, die man gerne auch foltern darf, betrifft SIE und Ihre Interessen ja nicht. Mit Tierfolter haben Sie also kein Problem, Sie bigotter Heuchler. Entweder man lehnt Gewalt ab oder nicht, es gibt hier keine Grautöne. 

Sie glänzen durch unerträglichen Rassismus, Speziesismus und Anthropozentrismus. Sollten die GRÜNEN Rassismus in all seinen hässlichen Erscheinungsformen tatsächlich ablehnen, müssen Sie Beck ausschließen, um das Gesicht nicht ganz zu verlieren.  

„Tierschutz ist keine Liebhaberei, sondern eine ernste, sittliche Pflicht im Interesse des Volkes, des Staates und der Menschlichkeit.“ (Manfred Kyber)

Gruß

Sabine Becker M.A.

Anwort Team Beck:

Sehr geehrte Frau Becker,

vielen Dank für Ihre E-Mail. Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die Grünen das Schächten nicht verbieten wollen. Näheres hierzu finden Sie in dem Grünen Entwurf für ein neues Tierschutzgesetz aus dem Jahr 2012: http://www.gruene-bundestag.de/themen/tierschutz/25-antworten-auf-25-fragen-zum-gruenen-tierschutzgesetz_ID_4384538.html Für jene Religionsgemeinschaften, denen nur eine betäubungslose Schlachtung erlaubt ist, sehen wir – in Übereinstimmung mit dem Bundesverfassungsgericht – wie bisher die Möglichkeit vor, eine Ausnahmegenehmigung vom Betäubungsgebot unter bestimmten Bedingungen zu erreichen.

Übrigens ist Schächten ist in Deutschland ja nicht verboten, sondern seit der Kapitulation Hitler-Deutschlands, unter Auflagen, die dem Tierschutzgesetz Rechnung tragen, gesetzlich erlaubt. Nachzulesen ist das in §4a Tierschutzgesetz. Nicht Herr Beck kennt unsere Tierschutzgesetze nicht, sondern Sie haben da offensichtlich falsche Vorstellungen. 

Wir haben viele Rückmeldungen zu dem Thema bekommen und sind hier noch mal gesammelt drauf eingegangen:  http://beckstage.volkerbeck.de/2015/12/16/religionsfreiheit/

Mit freundlichen Grüßen,

Team Beck

Replik Sabine Becker

An das „Team Beck“, wer immer sich dahinter versteckt,

ich weiß, dass die Grünen das Schächten nicht verbieten wollen und dass es für religiöse Gruppierungen, die auf diese Folter weiterhin bestehen, Ausnahmeregelungen  gibt. Das ist nichts Neues, Herr oder Frau XY,  das ist gerade in Sachen Tierrechten klassisch und die übliche Art, ein vorne aus wahltaktischen Gründen beschlossenes Gesetz durch die Hintertür sofort wieder auszuhebeln. Das ist doch der Skandal, dass gerade Sie, die Grünen - falls das „Team Beck“ die einstigen Grundziele dieser Partei überhaupt kennt -- , unter dem Deckmantel  der „Toleranz“ sadistische Gewalt und Brutaltiät gutheißen.

Gleichzeitig habe ich nicht erwartet, dass Grüne und insbesondere ein „Team Beck“  überhaupt in der Lage sind, solches zu verstehen oder gar das Tierschutzgesetz in seinem Auftrag ernst zu nehmen, denn dazu fehlt Ihnen, wie ich schon schrieb, die nötige Empathie und vor allem die entsprechende Redlichkeit. 

Ihr Herr Beck ist und bleibt aus genannten Gründen ein Rassist erster Güte, und Sie alle, die Sie sich hinter Ihren „Ausnahmeregelungen“ feige und namenlos verstecken, machen sich mit schuldig. 

Ich erwarte und möchte nun keine Antwort mehr von Ihnen, wer immer Sie sind (falls Sie als Becks Kofferträger überhaupt einen eigenen Namen haben), denn mit in der Sache uninformierten Ignoranten zu diskutieren ist verlorene Zeit.

Ich hoffe, dass die Grünen bei den nächsten Wahlen so richtig absaufen

und besten Gruß in die Zentrale des „Teams Beck“

Sabine Becker

aus: Kluge/Goetschel/Hartung/von Loeper, Ort und Reckewell: Tierschutzgesetz – Kommentar

In Deutschland gilt ein bundesweit einheitliches Tierschutzgesetz (TierSchG), das 1972 verkündet und zuletzt am 18. Mai 2006 neugefasst wurde. Das TierSchG vereinigt den straf- und verwaltungsrechtlichen  Tierschutz und regelt die Materie umfassend und abschließend. Auch hat unser nördlicher Nachbarstaat verschiedene überstaatliche Erlasse zu beachten. Einerseits hat Deutschland als EU-Mitglied das Gemeinschaftsrecht zur Anwendung zu bringen und anderseits als Vertragsstaat sämtlicher fünf Tierschutzübereinkommen des Europarats deren Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen.

Eine bedeutungsvolle Aufwertung erfuhr der Tierschutz durch die auf den 1.8.2002 erfolgte Aufnahme ins Grundgesetz (GG), womit eine langjährige Diskussion über seinen Rang im Verfassungsgefüge abgeschlossen wurde. Der neue Art. 20a GG hält ausdrücklich fest, dass der Staat "auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung (…)" zu schützen hat. Der Tierschutz stellt somit - wie in der Schweiz schon seit 1973 - eine rechtspolitische Staatsaufgabe dar und gilt als "überragend wichtiges Gemeinschaftsgut". Damit wurde eine verfassungsrechtliche Wertentscheidung getroffen, die sowohl vom Gesetzgeber bei der Setzung als auch von Verwaltungsbehörden und Gerichten bei der Auslegung und Anwendung des Rechts zu beachten ist. Die neue Staatszielbestimmung verpflichtet zwar nicht zu einem unbegrenzten Tierschutz, dieser ist fortan jedoch mit anderen Verfassungsgütern abzuwägen und darf nicht mehr einfach unterlaufen werden, wenn es etwa um die freie Ausübung von Kunst, Religion, Wissenschaft und Lehre geht. Vielmehr stellt der Tierschutz ein den menschlichen Grundrechten grundsätzlich gleichwertiges Rechtsgut dar und ist daher auch in jenen Fällen zwingend zu beachten, bei denen sich Tiernutzer wie Künstler oder Forscher auf ihren Grundrechtsanspruch abstützen. Außerdem kann nun auch das TierSchG besser vollzogen werden.

Das deutsche Tierschutzgesetz bezweckt, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen (§ 1 TierSchG). Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen (§ 2 Ziffer 1 TierSchG) und darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden (§ 2 Ziffer 2 TierSchG). Die Vorschrift von § 1 TierSchG ist kein unverbindlicher Leitgrundsatz, welcher lediglich ein Ziel aufstellt und eine Schranke sozialethischer Prägung setzt, aber nur sittliche Verpflichtung bleibt. Vielmehr ist sie wie in der Schweiz unmittelbar geltendes Recht und enthält ein – unter Umständen gar strafrechtlich geahndetes – Verbot bestimmter Handlungen, nämlich des Verursachens von Schmerzen, Leiden oder Schäden. Das deutsche Gesetz erklärt – im Gegensatz zum schweizerischen – die Angst des Tieres nicht ausdrücklich zum Schutzobjekt, sucht aber in der Praxis einen Ausweg dadurch, dass die Angst als Ausdruck des Leidens bezeichnet wird.

Ulrich Dittmann an Sabine Becker

Sehr geehrte Frau Becker,
 
haben Sie besten Dank für Ihre Weiterleitung der wurstigen, namenlosen “Beck-Team”-Antwort, zu dem Skandal-Verhalten von MdB Beck –  der, den das naive Michl-Volk mit seinen Steuergeldern durchfüttert.
 
Betr. dem hier erwähnten wörtlichen Beck-Team-Geschwätz “ Wir haben viele Rückmeldungen zu dem Thema bekommen und sind hier noch mal gesammelt drauf eingegangen:  http://beckstage.volkerbeck.de/2015/12/16/religionsfreiheit/ “ folgendes:
Man suggeriert, erhaltene Kritik ernstzunehmen und auch zu veröffentlichen; das ist falsch. Nur einige wenige Kritiken wurden eingestellt. Der Rest wurde unterschlagen, z.B. meine Mail-Kritik.
Hier auszugsweise nochmals wiedergegeben:
 
“Kritik an der Tierquälerei "betäubungsloses Schächten" ist nicht nur legitim und berechtigt - sondern zwingend notwendig. Es bleibt nur ergänzend anzumerken: Solange sogenannte „Grüne“(!?)  solchen Kreaturen wie Daniel Cohn-Bendit, der sich daran erfreute, dass ihm Kinder an den Hosenschlitz griffen, die „Stange halten“,  oder sich nicht von einem Volker Beck explizit distanzieren, hochkant aus der Partei werfen - solange kann diese Partei für Menschen mit einem intakten Verstand nicht wählbar sein.
 
Ansonsten – Sie kennen, die biblische Forderung - die von fundamentalistischen Islamisten sehr ernst genommen wird: „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie beim Weibe, so haben sie getan, was ein Greuel ist und sollen beide des Todes sterben; ihr Blut sei auf ihnen.“
 
Tja, das wäre fatal für Sie, Herr Beck.- Doch es war schon immer so: „Die dümmsten Rinder wählen ihre Metzger  selber“.
 
Man kann abschließend nur eindringlich raten: Jeder Bürger sollte sich für die nächste Wahl sorgsam und gewissenhaft die Namen der Politiker und Parteien im Hinterkopf abspeichern, die den Tierschutz in den Dreck getreten und Deutschland (siehe Fass-ohne-Boden-„ESM-Rettungspläne“, oder beim Wettrutschen bei der Multi-Kulti-Olympiade „Wir schaffen das“) an die Wand gefahren haben…
 
Nochmals: Dieser, mein Text wurde von dem in Scheinheiligkeit getränkten Beck-Team  unterschlagen. Gewißlich sinnvoll dieses Beck-Grünen-Verhalten allgemein publik zu machen. Deshalb ist diese Mail als offene Aussendung anzusehen.
 
Beste Grüße!
Ulrich Dittmann
Arbeitskreis für Umweltschutz und Tierschutz -
BAG gegen betäubungsloses Schächten

Christa Becker an DIE GRÜNEN

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich nehme Bezug auf die u.a. Meldung und bin einfach nur entsetzt!

Wir TierschützerInnen kämpfen wie die Löwen darum, das Deutsche Tiernutzungsgesetz in ein Tierschutzgesetz zu überführen und nun kommt so ein Ignorant wie Herr Beck daher und spricht der Tierquälerei „Schächten“ das Wort.

Seit Jahrzehnten wähle ich die Grünen, weil sie u.a. immer an der Seite der Tiere standen und wir uns darauf verlassen konnten.

Die Integration von Millionen Menschen, die einen diametralen Kulturhintergrund wie wir haben, ist schon eine kaum zu lösende Herausforderung. Aber diese Menschen sind zu UNS gekommen und hier gelten UNSERE Werte und Gesetze. Kulturrelativismus ist für mich und für die meisten Deutschen ein absolutes NoGo.

Wer meint, er könne nur Fleisch von geschächteten Tieren zu sich nehmen, der sollte sich doch einfach vom Fleischkonsum verabschieden. Habe ich auch, geht ganz gut. DAS ist nämlich auch eine Möglichkeit, anstatt noch mehr Tiere grausam umzubringen.

Ich weiß nicht, in welchen Kuckuckswolkenheimen Sie leben, aber kriegen Sie eigentlich noch mit, dass Ihnen gerade sämtliche TierschützerInnen der Republik von der Fahne gehen? Das sind nicht Tausende, das geht in die Millionen.

Wenn sich in meinen Vereinen ein Mitglied dermaßen Tier-verachtend äußern würde, würde ich es wegen Vereinsschädigung ausschließen lassen.

Christa Becker

1. Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft für Tiere e.V. (AGT)
1. Vorsitzende des TSV Erkrath e.V.
Mitglied im Verwaltungsausschuss TSV Düsseldorf e.V.
AG Düsseldorf „Ärzte gegen Tierversuche“

Martina Gerlach an Volker Beck und DIE GRÜNEN

Guten Tag, Herr Beck und Team,

Ihre Forderung nach Akzeptanz des Verbrechens betäubungsloses Schächten von Tieren ist nicht nachvollziehbar, dafür aber völlig verantwortungslos. Ihnen gingen doch Anfang November 2015 (in Folge der Auszeichnung* durch den ZdJ)  aussagefähige Unterlagen zu dieser durch absolut nichts zu rechtfertigenden Tierquälerei, zu diesem durch nichts zu rechtfertigenden schrecklichen Anachronismus zu. Hätten Sie sich diese angesehen, hätte es zu Ihrer unverschämten und Tierqual-befürwortenden Forderungen womöglich nicht kommen können.

Angeblich sind Sie Religionssprecher der Grünen. Dann müsste Ihnen sehr wohl bekannt sein, dass keine Religion - weder die islamische, der Koran, noch die mosaische, die Thora, - die Betäubungslosigkeit der Tiere vor dem Schächtschnitt fordert. Aber ein schonender Umgang mit Tieren wird gefordert. Dazu gehört im 21. Jahrhundert betäubungsloses Schächten nicht.

Die bequeme Nazi-Keule oder Verweise auf Hitler sollten Sie unterlassen. Es ist erbärmlich und vor keiner Lüge scheut man zurück. Die vorsätzliche Tierquälerei betäubungsloses Schächten wurde zum Politikum erhoben, welches unter Vorwand wie z.B. "geschichtliche Verpflichtungen" auf dem Rücken Wehrlosester - unschuldiger Tiere! - ausgetragen wird. Nur was haben denn die Tiere mit den Verbrechen der Nazis zu tun???

Sie verweisen auf den Ausnahme-Paragraphen 4 a (2) 2 TierSchG. Dieser fordert für solche Ausnahmegenehmigung den Nachweis der sog. "zwingenden Vorschriften". Niemals konnten solche nachgewiesen werden! Auf mündliches Verlangen wurde mündlich Erlaubnis - quasi per Handschlag! - für solche grausame Tierquälerei ermöglicht, so z.B. in München, Berlin .... - Von wegen Gesetzeseinhaltung und Nachweis! Da auch Angehörige der mosaischen Religion niemals den vom TierSchG geforderten Nachweis erbracht haben, hätte das betäubungslose Schächten auch diesen niemals erlaubt werden dürfen! - Außerdem hat im 21. Jahrhundert solche Ausnahme/solcher Ausnahme-Paragraph keinerlei Berechtigung. Schächten will  man wie vor 3.000 Jahren, aber leben will man mit dem Fortschritt und Luxus - man denke nur an Handys, Autos ... - des 20./21. Jahrhunderts! (Ins Weltall fliegen wir, aber auf der Erde sind Politiker nicht fähig, verantwortungsvoll mit dem Leben Anderer - wozu auch unsere tierlichen Mitgeschöpfe gehören - und unser aller Umwelt und Natur umzugehen! Im übrigen: Tiere - eben auch die zum Schächten und Schlachten vorgesehenen Tiere - sind nicht weniger fühlend und leidensfähig als Menschen, sie sind nicht weniger lebensberechtigt und schutzwürdig als Menschen und sie denken. Sie wissen also, was Bestie MENSCH ihnen antut. Sie wissen nur nicht warum. Das ist auch nicht zu verstehen, selbst wenn man nur über ein Quäntchen Verantwortung verfügt!)

Bereits seit 1884  - also seit über 130 Jahren - kämpfen Menschen Deutschlands gegen das Verbrechen betäubungsloses Schächten! Weiterhin verweise ich auf die „Ergebnisse der Erhebungen über das Betäubungs- und Schächtverfahren in 585 Schlachthöfen Deutschlands“, veröffentlicht im „Deutschen Tierfreund“, Leipzig, 1. Januar 1906! Auszug: „Rückblick. Jeder Mensch, der für die humanitären Bestrebungen unserer Zeit ein wenig Verständnis besitzt, wird angesichts der Ergebnisse dieser Anfragen sich der Ansicht nicht verschließen können: Unter allen Schlachthandlungen, welche heutzutage erforderlich sind, um den Menschen das zur Ernährung notwendige Fleisch** zu beschaffen, ist keine von Sachverständigen so einmütig verurteilt und so scharf als verwerflich und unzeitgemäß bezeichnet worden als das betäubungslose Schächten ...!“

Logischerweise ging es damals nur um das betäubungslose Schächten nach mosaischem Ritus! (Muslimen bzw. Islamisten waren in Deutschland zu dieser Zeit nicht verbreitet.) Dies alles wurde Ihnen bereits mitgeteilt, auch wie qualvoll das Verbrechen betäubungsloses Schächten für die betroffenen Tiere ist, weshalb die Tierärzteschaft sich konsequent dagegen ausspricht und die vorherige Betäubung fordert! (Nicht umsonst schreibt das TierSchG Betäubung vor dem Schlachten vor. Es muss allerdings konsequent durchgesetzt werden, aber gesetzlich ist es erst einmal verankert.)

Der schwere Kampf für Qualminderung der Tiere konnte erstmals 1933 greifen. Es handelt sich lediglich um einen zufälligen zeitlichen Zusammenfall und hat mit der damaligen Machtergreifung Hitlers absolut nichts zu tun! Aber gar zu gerne manipuliert man dieses Geschehen.

Armselig ist es, dass seit Jahrzehnten diese Tierquälerei zum Politikum erhoben wurde, um so die sog. "geschichtlichen Verpflichtungen" auf dem Rücken unschuldiger, wehrloser Tiere auszutragen. Aber bitte, was haben denn die Tiere mit Hitlers Wahnsinn und dessen Verbrechen zu tun? Ist das eine Verbrechen nicht so schäbig wie das andere? Beides sind grauenvolle Verbrechen, die durch absolut nichts gerechtfertigt werden konnten und können, wobei es egal ist, welche Gestalt die Opfer haben.

(Ich hätte gemeint, dass Menschen, denen so Furchtbares, Grauenhaftes angetan wurde, sich dafür einsetzen, dass Anderen nicht ebenso Grausames angetan wird. Weit gefehlt.)

Es ist erbärmlich, aber wohl üblich von den Damen und Herren Politikern, wenn es um das vorsätzliche Quälen von Tieren durch Schächten geht, Hitler, die Nazi-Keule, Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, islamfeindlich ... ins Spiel zu bringen, um so Menschen, die Qualminderung auch für Tiere fordern, mundtot zu machen.

Wenn es den sog. Gläubigen - sowohl der mosaischen als auch der islamischen Religion - mit ihrem Glauben tatsächlich ernst wäre, müsste es denen dringendes Bedürfnis sein, weder auf betäubungsloses Schächten zu pochen noch Tierfleisch zu vertilgen. Angeblich soll durch betäubungsloses Schächten erreicht werden, dass die Tiere völlig ausbluten, was überhaupt nicht möglich ist! Jedes Stück Tierfleisch enthält Blutreste. Sie selbst - die angeblich so Gläubigen - führen also ihre angebliche Gläubigkeit ad absurdum, indem sie auf diesem Verbrechen an den Tieren beharren.

Sowohl die Forderung nach betäubungslosen Schächten sowohl der Schächtbegehrer als auch williger Politiker ist ein jämmerliches Armutszeugnis! Der eine lügt, um straffrei Tiere quälen zu können unter dem Vorwand Religionszwang, den es nicht gibt. Der andere lügt, um gefällig zu sein und "verkauft" die schwer errungenen Werte der eigenen Landsleute!

Sie dürfen mir glauben: Tierschutz / Tierrechte zu erringen ist auch in diesem Land Schwerstarbeit, und zwar Schwerstarbeit, zu welcher unsere ohnehin völlig überbezahlten Politiker vermutlich nicht fähig sind! Und für sehr viele nicht speziesistische Menschen ist es unbezahlte - also ehrenamtliche - Schwerstarbeit, die von keinem unserer Volksvertreter gewürdigt wird. Das gilt auch für den / die Bundespräsidenten, denkt man an deren Einladung ehrenamtlich Tätiger! Wirkliche Tierschützer / Tierrechtler werden dabei immer ausgespart.

Es ist zigmal nachgewiesen und Tierärzte bestätigen dies immer wieder, dass betäubungsloses Schächten grausame Tierquälerei ist. Trotzdem fordern Sie von verantwortungsvollen und nicht speziesistischen Menschen - man kann diese berechtigt auch als Pazifisten bezeichnen - dass diese die Tiere um unserer teueren Gäste willen verraten, anstatt von unseren Gästen zu fordern, dass diese sich in ihrem Gastland an unsere Gesetze - und zwar ohne diesen durch nichts zu rechtfertigenden Ausnahmeparagraphen egal welche Religion betreffend zu bemühen, der ohnehin schleunigst ersatzlos gestrichen gehört!!!  - und Sitten zu halten und unsere schwer errungenen Werte zu achten haben.

Herr Beck, wenn Sie solch ein Islam-Verfechter sind, dass Sie Wehrlosen Grausamstes antun lassen wollen, dann sollte es Ihnen ein Bedürfnis sein, auch bei den sog. islamisch Gläubigen die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren öffentlich einzufordern und sich denen entsprechend vorzustellen. Mal sehen, wie die Wirkung für Sie ist. Oder haben Sie Angst vor unseren muslimischen Gästen?

Zu Ihrem Verweis auf die Novellierung TierSchG 2012 und die Glanzleistung, dass die Grünen für die Betäubungslosigkeit der Tiere vor dem Schächtschnitt sind und gezielt von dem „Nachweis der zwingenden Vorschriften“, die die angebliche Betäubungslosigkeit fordern, abzuweichen, bleibt zu antworten: Wahrlich eine weitere „Glanzleistung“ der Grünen gegen Tiere und gegen Qualminderung für diese, bevor sie umgebracht werden.


Im Übrigen: Jetzt behauptet Ihre Team bzw. Sie, die Grünen sind für das betäubungslose Schächten. Das war nicht immer so. Undine Kurth - der Name wird Ihnen ja noch bekannt sein - sagte für die Grünen aus: Wir Grüne sind für die Betäubung! Fragen Sie sie doch mal.

Für die Grünen war wohl damals der Tierschutz eine politische Marktlücke. Jetzt sind die Grünen - nicht nur in meinen Augen - die schlimmsten Verräter der Tiere! Niemals habe ich mich schlimmer geirrt, als damals Rot-Grün die Macht übernahm und ich in der Wahnvorstellung war: Wenigstens verschlechtert sich dann nichts für die Tiere! Von Schwarz, Gelb oder den Linken war ja noch nie etwas für Tiere zu erwarten. Aber als dann damals Künast Bundesministerin war, widerlegte sie alles, was die Grünen jemals pro Tierschutz vorgebracht hatten. Und Künast war/ist nicht die einzige, wie immer wieder zu erleben ist. Die Grünen selbst sind es, die Tierschutz in Deutschland ad absurdum führen!

Niemals würde ich die Grünen je wieder wählen. Sie sind nicht das "kleinere Übel". Sie sind mit das "größte Übel".

Hochmut kommt vor dem Fall und ich hoffe sehr, dass Sie, Herr Beck, über Ihre verantwortungslose Forderung - betäubungsloses Schächten von Tieren durch islamische Gäste - stolpern, und zwar so, dass Sie sich nie wieder davon erholen.

Für die Tiere und eine endlich anständige Welt!
Martina Gerlach

* Eine Auszeichnung hätten Sie verdient, hätten Sie bestimmte Damen und Herren davon überzeugt, dass das betäubungslose Schächten von Tieren wie vor 3.000 Jahren im 21. Jahrhundert weder akzeptabel noch nötig noch gerechtfertigt ist und keine Glaubensschrift dieses (entsprechend heutiger Zeit) Verbrechen fordert.

** Der Mensch benötigt kein Fleisch zur Ernährung,denn es ist lediglich ein krankmachendes Genussmittel / Tierqualprodukt.

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Kommentar von JOACHIM SCHMIDT |

Ich muss oft gewissen Leuten sagen , das ich mich immer mehr meiner Rasse ( Mensch ) schämen muss .
Besonders über den fäkalen Hochmutes eines Herrn Beck .
Albert Einstein hatte dazu ein passendes Zitat -

Die Dummheit der Menschen ist Grenzenlos , beim Universum bin ich mir aber nicht sicher .

Herr Beck , das zitat würde auf sie zutreffen .

Kommentar von A. Hester |

Auch du mein Sohn Brutus! Wenn wir das betäubungslose Schächten importieren, warum nicht gleich auch die Steinigung von untereun Frauen? Ich bin sicher nicht fremdenfeindlich, aber Schächten ist eine Sitte, die an das Leben in der Wüste angepasst ist. Und mit Betäzbung blutet kein Tier weniger aus. Da Tiere auch beim Schächten nie völlig bluzleer sind, dürften strenggläubige Muslime eigentlich überhaupt kein Fleisch essen. Bitte sehen Sie sich betäubungsloses Schächten auf youtube an! Tolenanz ist eine feine Sache, aber dabei muss der ethischere Standard maßgebend sein. Und wer unbedingt betäubungslos geschächtetes Fleisch essen will, soll es doch bitte importieren! Das ist das Dilemma in der Deutschland: alle Politiker ziehen an einem Strang, vor allem wenn es um eine Verschlechterung des Tierschutzes geht. Dadurch wird Demokratie verhindert. Jetzt verlieren die Grünen mindestens eine ihrer treusten Wählerinnen!