Droht uns die Gefahr von Inzucht?

von Harald Hoos (Kommentare: 1)

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, ob uns in Deutschland – oder Europa – die Gefahr von Inzucht droht? Nein, ich meine nicht den Inzest innerhalb einer Familie. Sondern einfach so, da es Menschen gibt, die in ihrer Gesellschaft und ihrem Kulturkreis unter sich bleiben wollen …

Unser Finanzminister Schäuble hat sich diese Gedanken gemacht. In einem Interview mit Die Zeit ließ er dazu seinen Gedanken freien Lauf. „Die Abschottung ist doch das, was uns kaputt machen würde, was uns in Inzucht degenerieren ließe…“. Ok. Auch eine Möglichkeit sich die Zuwanderung schön zu reden. Schäuble, ein Mann, der sich um das deutsche Volk und das Wohl allre anderen Europäer sorgt? Wahrscheinlich ist mein Geist zu klein, mein Horizont zu eng, um Schäubles schwadronierenden Gedanken zu folgen. Oder doch nicht?

Also ich sehe ein anderes inzestöses Problem. Ich nenne es mal Politiker-Inzucht. Die amtierenden Politiker, vorneweg die der Bundesregierung, aber auch jene in Länderparlamenten bis runter auf kommunale Ebenen, beißen alles Andersdenkende weg. Opposition ist bäh-pfui! Das ist Opposition – das kann weg! Das ist das seit langem erkennbare Motto. Neue Gedanken und Sichtweisen – das ist mir zu anstrengend und zudem kann dann Zweifel an meinem Handeln aufkommen. Ist es offensichtlich nicht so bei unseren Politikern? Degenerieren unsere Politiker nicht an an ihrem eigenen geistigen Inzest? Schäuble vorneweg? Wenn der Vater – oder die Mutter – meines Gedanken oder meiner Idee mein vorher geborener „Geistesblitz“ ist, dann ist das Inzucht pur! Und ich glaube, die Gedanken von Herrn Schäuble haben alle drei gleiche Mütter, um die feinsinnige Umschreibung von Inzucht des englischen Schriftstellers Douglas Adams zu verwenden.

Diese Inzucht macht mir Angst ...   

Lesen Sie dazu auch hier: http://journalistenwatch.com/cms/wolfgang-schaeuble-und-die-inzucht

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Kommentar von Dr. Gunter Bleibohm |

Ein weitverbreiteter aber schwerwiegender Irrtum im Denken liegt darin, dass ein Mensch und – in diesem Fall ebenso seine devote Hofberichterstattung – meint, wenn dieser Mensch in einer Funktion, in einem Amt, eine Autorität ist, das sich diese Autorität automatisch auf alle anderen Lebens- und Wissensbereiche überträgt. Mitnichten! Wissen und Macht in einem Spezialgebiet bedeutet nicht gleichzeitig Weisheit in sämtlichen anderen Fragen. Diesem Denkfehler unterlag auch Wolfgang Schäuble – und das hier nicht zum ersten Mal.