Die Wiederkehr der Inquisition

von Harald Hoos (Kommentare: 0)

Ein Politiker, der nicht zu der Kaste der etablierten Parteien gehört und dessen Äußerungen nicht im politischen Mainstream schwimmen, lässt eine Äußerung fallen und schon geht das Gekeile los, die Wogen schwappen hoch. Geschehen aktuell bei der – wohl auch aus dem Zusammenhang gerissenen – Äußerung von Alexander Gauland (AfD), bei der er den dunkelhäutigen Fußballer Boateng als Beispiel heranzieht. Der Ausschneitt, der für Aufruhr sorgt ist die Behauptung Gaulands, die Leute fänden den dunkelhäutigen Boateng aus Fußballspieler gut, wollten ihn aber nicht als Nachbar haben.

Anstatt sich mit dem durchaus ernstzunehmenden Inhalt des Gesagten auseinanderzusetzen, wird der „rechts-populistische“ Gauland in der Luft zerrissen. Die inzwischen in Deutschland herrschende Meinungsdiktatur lässt ein solches Thema nicht zu. Alle Links-Populisten sind in Wallung. In der deutschen Medienlandschaft herrscht Killerstimmung. Politologen und links-populistische Politiker bereiten sich für Kommentare und Talkshow-Auftritte vor – mutieren zu Inquisitoren. Doch das von Gauland angerissene ernste und tatsächliche Problem bleibt weitestgehend unreflektiert.

Erst ein Blick in die schweizer Medienlandschaft kann für einen freien Geist etwas Balsam bieten. So hat z.B. ein Beitrag von Roger Köppel in der Weltwoche die Sache näher an den Punkt gebracht. Lesen Sie dazu hier: http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2016-22/artikel/gesinnungs-mafia--die-weltwoche-ausgabe-222016.html

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