Offene Gedanken - zu der sich abzeichnenden Bildungspolitik in Deutschland

von Ulrich Dittmann (Kommentare: 4)

Hochverehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,
hochverehrte Damen und Herren im Bundestag,

ich beziehe mich auf den interessanten Beitrag in “Die Welt” vom 3. Mai 2016, demnach wir uns einer einfacheren Ausdrucksweise – den Migranten zuliebe – zuwenden sollen.

Siehe http://www.welt.de/politik/deutschland/article154979431/Lehrer-sollen-weniger-Fachwoerter-benutzen-Migranten-zuliebe.html

Richtig: Wir Deutsch-Michl müssen uns zwingend an die Zuwanderer anpassen – und uns in die hier nun lebende bunte Multi-Kulti-Gesellschaft besser integrieren. Beispielsweise uns türkisch und all die afrikanischen Dialekte zumindest im Ansatz aneignen – und uns einer schlichten, unkomplizierten deutschen Sprache bemüßigen.

Sie, als edle politische Führungselite, werden eindringlich ersucht mit gutem Beispiel voranzugehen, und die Bürger nicht länger mit sophistischem, wirren Geschwätz zu drangsalieren.

Gabriel und Özdemir habe sich hier schon vorbildlich verhalten, indem sie das einfache Volk als „Pack“ und „Mischpoke“ bezeichnet haben. Das versteht jeder - weiter so! Unsere Bundespolitiker der etablierten Parteien sind wahrlich prädestiniert einen solchen Pöbel-Gassen-Ton hoffähig zu machen.

Das Bildungsniveau ist drastisch herabzuschrauben. Ein breit abgestimmter Masterplan in Kulturämtern und Universitäten, in den Bildungsstätten muß Schiller und Goethe endlich in der Versenkung verschwinden lassen.

Hier untenstehend (Kursivschrift) ein genialer, praxisorientierter Entwurf, wie die schwierige deutsche Sprache in nur fünf Schritten(!) vereinfacht werden kann.

Deutsch-Sprak, darf nix länger schwirig-Sprak sein!

Erster Schritt: Wegfall der Großschreibung -
einer sofortigen einführung steht nichts mehr im weg, zumal schon viele grafiker und werbeleute zur kleinschreibung übergegangen sind

zweiter schritt: wegfall der dehnungen und schärfungen -
diese masname eliminirt schon di gröste felerursache in der grundschule, den sin oder unsin unserer konsonantenverdopelung hat onehin nimand kapirt

driter schrit: v und ph ersetzt durch f, z ersetzt durch s, sch verkürtzt auf s - das alfabet wird um swei buchstaben redusirt, sreibmasinen und setsmasinen fereinfachen sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft sugefürt werden

firter srit:
g, c und ch ersetst durch k, j und y ersetst durch i , ietst sind son seks bukstaben auskesaltet - di sulseit kan sofort fon neun auf swei iare ferkürtst werden, anstat aktsik prosent rektsreibunterikt könen nütslikere fäker wi fisik, kemi oder auk reknen mer kepflekt werden.

fünfter srit:
wekfal fon ä-, ö- und ü-seiken ales uberflusike ist ietst auskemertst, di ortokrafi wider slikt und einfak. naturlik benotikt es einike seit, bis diese fereinfakung uberal riktik ferdaut ist, fileikt ein bis swei iare. anslisend durfte als nekstes sil di fereinfakung der nok swirikeren und unsinikeren kramatik anfisirt werden.

In diesem Sinne –

file freunlik kruse!

Ulrich Dittmann

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Kommentar von freigeist |

Werter Herr Dittmann,

ich gehe davon aus, dass diese "Hochverehrte ... " zynisch gemeint ist und gehe weiter davon aus, dass unsere wunderbare Sprache in Ihren genannten Beispielen nicht mehr verstanden werden soll von uns Deutschen. Mit anderen Worten: sie wird abgeschafft. wozu braucht man auch noch eine deutsche Sprache, wenn es keine Deutschen mehr gibt?

Kommentar von Ulrich Dittmann |

....so ist es, lieber freigeist. So ist es. Leider :-(

Man kann dem ganzen Elend fast nur noch mit Sarkasmus begegnen.

„Der bezeichnendste Charakterzug der Deutschen ist vor allem der, undeutsch sein zu wollen….“ Laszlo Földeny, ungarischer Essayisten, in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 14. Januar 1998

Kommentar von Wolfgang Weuster |

Werter Herr Dittmann,
Ihren o.a, Brief empfinde ich als höchst unappetitlich, milde ausgedrückt, da er völkisches und braunes Gedankengut zum Ausdruck bringt. Die von Ihnen so hochgelobte Deutsche Sprache Goethes und Schillers existiert, ebenso wie die oft zitierten "westlichen Werte", schon lange nicht mehr. Wir selbst haben beides schon lange verraten.
Mit Ihrer Ideologie, die der christ-klerikalen und neoliberalen Verdummung in nichts nachsteht, geben Sie sich als Gegenteil eines Freigeistes zu erkennen.
Wir Deutsche sind nicht besser als der Rest der Welt. Es ist mir völlig unverständlich, wie Sie stolz darauf sein können, Deutscher zu sein.
Wie kann man überhaubt stolz auf etwas sein, in das man nur durch Zufall hineingeboren wurde? Ohne eigenes Zutun, ohne eigene Leistung, nur durch eine Laune der Natur?
Die Zugehörigkeit zur Spezies Mensch schließt jedes Gefühl von Überlegenheit, Auserwähltheit und damit von Stolz aus.
Unsere Unzulänglichkeit, unsere Unfähigkeit und unsere damit verbundene Zerstörungswut auf den Rest der Welt belegt dies doch jeden Tag auf das Eindruckvollste.
Ideologen sind niemals Freigeister, sie sind das genaue Gegenteil und damit die Gegner echter Freigeister.

Kommentar von Ulrich Dittmann |

Lieber Herr Weuster,

Irgendwie haben Sie hier wohl etwas durcheinander gewirbelt.

Sehr richtig schreiben Sie „…die hochgelobte Deutsche Sprache Goethes und Schillers existiert, ebenso wie die oft zitierten "westlichen Werte", schon lange nicht mehr. Wir selbst haben beides schon lange verraten.“
So ist es. Sic.

Dann aber wird´s wirr, bei Ihren Gedankengängen und Sie schwätzen etwas von „Stolzsein“.
Ich konstatiere lediglich, dass wir uns hier in Deutschland befinden, hier eine entsprechende Kultur und einen gewissen Bildungsstand bewahren sollten. Und weltweit gilt: „When you are in Rome, you have to do as Romans do“! Wir sind hier auch nicht im Irak, Iran, oder in Afghanistan.

Naivität ist die kleine Schwester der Dummheit und so bedeutet “Freigeist” nicht, jeden weltlichen Unfug, jeden Mainstream, wie ein närrischer Grüßaugust servil abzunicken!

Zu der grundsätzlichen heutigen traurigen politischen Elendssituation in Deutschland können Sie näher Erläuterndes nachlesen, (z.B.) unter http://journalistenwatch.com/cms/dumm-duemmer-deutsch/ Und ausgewiesene Tierfreunde sollten bei aller Weltoffenheit sich einmal Gedanken zu Gemüte führen, wie unter http://www.direkt-kommentiert.de/index.php/nachrichtenleser/wieso-die-aktuelle-fluechtlingspolitik-aller-etablierten-parteien-auch-den-tierschutz-tangiert.html artikuliert,.

Sie können, Herr Weuster, hierauf gerne weitere Kommentar abgeben, bitte aber um Verständnis, dass ich nicht weiter reagieren werde – denn es ist alles gesagt.-

Beste Grüße!
Ulrich Dittmann / 25.05.2016